Das geschmissene Doktorat

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8. November 2021 von evakarel

23:06 war es unlängst an einem Samstag Abend, da hab ich feierlich auf „senden“ gedrückt und damit mein Doktoratsstudium hingeschmissen. Bussibaba, Abmeldungsmail. Weißt, mit den großen Ambitionen ist es ja immer ein Hund, gö? Weil einerseits ist es ja prachtvoll, vor sich hinzuvisionieren, keinesfalls kleinzudenken, wos kost‘ die Wöd? Andererseits kannst du halt auch auf zuvielen Kirtagen mit einem Hintern tanzen und merken, hoppala, irgendwie bin ich dann halt aber auch nie mit irgendetwas wirklich fertig. Mir ist jedenfalls gedämmert, dass ich nimmer länger ein latent schlechtes Gewissen mit mir herumzahn mag, weil ich nicht auch noch zur Frau Doktor mutier. Weil eigentlich mag ich grad andere Sachen sehr viel lieber tun und genau das mach ich jetzt, so schau ma aus im Puppenhaus! Hab ich also auf „senden“ gedrückt und bin dann hurtigst mit der C. tanzen gegangen und zwar bis halb 5 Uhr früh, damit es sich auch auszahlt.

Es ist nämlich so, dass mein Atelier Brutstätte floriert als gäb’s kein Morgen – da finden Yogakurse und -workshops statt, da brüten wir – also die Neigungsgruppe Schabernack, also die Insassinnen des Ateliers – eine Publikation nach der anderen aus. Nicht zu vergessen meine einjährige Basis-Yogalehrendenausbildung, die grad zum dritten Mal läuft.

Und deshalb folgt bald der nächste Streich: Nämlich der einjährige Aufbau-Lehrgang, ganz im Zeichen von Selbsterfahrung, Kreativität und Tüfteln, um direkt aus der Praxis ins Lehren zu köpfeln, statt primär aus der Theorie. Immerhin ist es meistens gut, mit allen Zellen sämtliches aufgesogen, gedreht und gewendet zu haben als Lehrperson. Momentan bin ich da noch sehr im Brütmodus, aber in den nächsten Wochen wird’s nähere Infos dazu geben, falls ihr euch inzwischen schon mal in einer Portion Vorfreude wälzen möchtet 🙂

Neues vom Orakel zu Wien
Ich bin ja nebenberufliches Orakel, seit ich mich über die bochanen Glückskekssprüche vom Chinesen geärgert und mir fortan selbst Orakelsprüche ausgedacht und zum Abzupfen ans Atelierfenster gepickt hab. Vor 2 Jahren hat meine Verlegerin dann gemeint: Weißt was, das bringen wir jetzt raus! Und nachdem es immer noch schön ist, vor Lachen wiehernde Leute vor meinem Arbeitsplatz neben besagtem Atelierfenster beim Orakelzupfen zuzuschaun, hab ich wieder Spruchschleuder gespielt und den nächsten Schwung haltloser Prophezeihungen ersonnen. Die findet ihr nach wie vor am Atelierfenster (Haslingergasse 12/3, 1170 Wien), oder seit einer Woche frisch gedruckt:

Neues vom Orakel zu Wien. Zuspruch, Komplimente und Prophezeihungen für krawutische Suderant*innen“, erschienen im Verlag punktgenau.

Weil ihr auch ansonsten alles ratzeputz leergekauft habt, ist übrigens auch Teil 1 des Orakels in 2. Auflage erschienen und mein erstes Buch „Om, Oida! Yoga ohne Maskerade“ ist jetzt in 3. Auflage zu haben. Schampus? Schampus.

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