Spaß an der Freud

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21. Mai 2021 von evakarel

Ratlosigkeit musst du auch erstmal aushalten, samma uns ehrlich. Is mir sauzwider, um ehrlich zu sein. Ich halt ja gern die Zügel in der Hand und wüsst’s zu schätzen, zuweilen mit „your Majesty“ angesprochen zu werden. Das ist ein suboptimales Bedürfnis, wenn du gerade so viel unterrichtet hast, dass du eventuell ein kleines Bisserl deppert davon geworden bist, jedenfalls stand ich nach 5-tägigem Unterrichtsmarathon unlängst vor den restlichen Mitgliedern der Neigungsgruppe Schabernack in der Atelierküche und verlautbarte recht verschnupft, ich wünsche mir sehnlichst einen Gemüseabend herbei, denn demnächst begänne ich zu plärren. Jetzt schaust du blöd, aber ich werd’s dir schon erklären.

Es ist nämlich so, dass ich das dringende Verlangen nach nichtproduktiven Spaß an der Freud-Aktionen hege. Beispielsweise wird demnächst Schwanensee am Hernalser Dornerplatz nachgetanzt werden und zwar mit sämtlichen Mitgliedern meiner schwindligen Herde. Außerdem ist die D. in letzter Zeit immer mal wieder in Wien herumstrawanzenden Gemüses ansichtig geworten – z.B einem herrenlosen Kartofferl auf einem Parterrefensterbankerl – und das hat uns nona sehr erfreut, immerhin konnten wir unsere Überlegungen spinnen, wie das Kartofferl am Parterrefensterbankerl gelandet sein könnt, was es sonst erlebt haben bzw welche künftigen ausgefuchsten Absichten es hegen könnt. Es hat uns so sehr erfreut, dass D. begonnen hat, hin und wieder heimlich Gemüse in Wien zu platzieren und wir uns überlegt haben: Weißt du was, wir machen eine Gemüseausstellung. Wir dokumentieren herumstrawanzendes Gemüse in dieser unserer schönen Stadt, schreiben ein paar ebenso schöne wie sinnlose Texterl dazu, einfach aus Spaß an der Freud weil Spaß an der Freud, das ist haargenau das, was meinem Leben grad abgeht, weil ich mit allem, was mir innewohnt versuch, durch diese komischen Zeiten zu navigieren und alle rund um mich dazu zu verdonnern, verdammt nochmal die Nerven zu bewahren.

Und jetzt sitz ich im Atelier, die Kinder fabrizieren am Gehsteig Schüttbilder auf Leinwänden und ich hab endlich das Pflückhoroskop am Straßenfenster montiert, weil ich mir gedacht habe, die von mir neu erfundenen Sternzeichen Radieschen, Batman, Tuba, Eichkatzerl & Co haben lange genug gewartet, nun ist es an der Zeit, sie auf die Menschheit loszulassen. Und das ist auch interessant, gö? Dass es immer so eine Hürde ist, sich lustige Blödsinnigkeiten zu erlauben und wie sehr ich mich immer wieder frag, ob meine Kinder sich irgendwann in Grund und Boden genieren werden mit mir als Altvorderer, weil hätt ich eventuell ein bissl mehr meine Klappe halten können? Kann ich halt leider nicht, ich glaub, sonst brennt mir die eine oder andere Sicherung durch. Vermutlich werden sie sich damit abfinden müssen.

Nun gibt’s also neues Haltloses, Unqualifiziertes, aber auch an den Haaren Herbeigezogenes aus meiner edlen Feder vom Fenster abzuzupfen. Atelier Brutstätte, Haslingergasse 12, 1170 Wien. Flanieret, zupfet & frohlocket. Z.B. erwarten euch:

Batman

18. 2 – 20. 3

So, du grantige Zechn! Es hat sich ausgesudert! Ab heute wird frohlockt und zwar zünftig! Weils auf Erden zwar keine Perfektion feilzubieten gibt, es sich aber in den Rissen, den Ritzen, den Dellen und Beulen recht prächtig vegetieren lässt.

Eichkatzerl

22. 6 – 22. 7

De facto wärst du ja ein Born der Freude, Sonne live und nonstop aus der hochwohlgeborenen Rosette, nona. Jetzt legt dir aber dieses hundsmiserable Virus zwischenzeitlich das Handwerk. Verzage nicht, deine Aszendenten-Bagage konferiert bereits, auf dass es dir fürderhin ausschließlich astreinste Musen hereinschneien möge!

Radieschen

23. 9 – 22. 9

Keineswegs trügt der Schein, du hast wirklich in einem Ausmaß zu sprießen begonnen, dass wir „Hosanna!“ brüllend durch die Kalvarienberggasse gefetzt sind. Jetzt brauchst du nur noch ein bissl dranbleiben, Schatzi, der Rest kommt ganz von allein.

Nudelsuppe

21. 4 – 21. 5

Fabriziere Schönes, erdenke frappant Frivoles, flaniere ebenso flugs wie federnd voraus, das Gestern ist vergangen, das Morgen noch fern. Lauf.

Ob’s eine Fortsetzung geben wird? Wer weiß das schon!

Solche Sachen mag ich jedenfalls machen. Yoga und Schreiben unterrichten mag ich auch sehr gern. Nur Werbung machen zipft mich an. Sollt ich aber, immerhin tiriliert meine momentane Yoga-Ausbildungsgruppe aus allen Poren und ich hätt auch ab Herbst so gern wieder eine derartige Tüfteltruppe mit glühenden Ohrwascheln. Aber ich denk mir: Pfeif auf’s Werbetrommelrühren. Werden sie sich schon zamfinden, die Schäfchen. Und wenn nicht, dann eben nicht. Dann denk ich mir was Neues aus. Aber schön ist es schon sehr, das gemeinsame Yogajahr, i sog’s nur! Und am 7. und am 28. Juni gibt’s online Infoabende, bei denen ihr mir sämtliche Löcher in den Bauch fragen könnt.

Oh, und nach über einem Jahr darf ich ab 31. Mai endlich wieder live vor Ort Yoga unterrichten! und zwar montags 18-19:15, Studio Perform, Mariahilferstr. 51, 3. Innenhof rechts. Momentan hab ich noch 4 Fixplatzerl frei für 5 Einheiten von 31. Mai bis 28. Juni. Meldet’s euch gern. Ihr könnt’s gern auch weiterhin online teilnehmen, ich werd den Kurs hybrid halten.

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