fulminante Geschichte des Scheiterns in mehreren Akten

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22. Mai 2020 von evakarel

Mein Plan für heute war folgender: Zunächst würde ich erstmals nach fast zehn Wochen die Kinder mit einer gehörigen Portion Verve in die Schule schupfen. Hernach würde ich mich mit meinem schönen Hund im Park einfinden, mir ein bissl die Morgensonne aufs Hirn scheinen lassen, dann grazilen Fußes weiter ins Atelier zischen, wo ich mich – Blitzgneisserin in Höchstform – der Arbeit widmen würde, bevor ich mich zu Mittag zum glorreichen Blinddate am Yppenplatz einfänd. Des Nachmittags würd ich dann zwischen 3 bis 17 Youtube-Videos rausfetzen, immerhin bin ich eine verdammte Ideenfontäne.

Stattdessen scheißt der Hund am Schulvorplatz ausbiebig zwischen Direktorin und ORF-Kamerateam, das sich eingefunden hat, um die Rückkunft der lieben Kindlein zu dokumentieren. Jahaa, das ist mein völliger Ernst. Danach prokrastinier ich einen ganzen Scheißdreck zusammen, womit ich ein paar Stunden verplempere. Schließlich am Yppenplatz angekommen entpuppt sich das Blinddate als – ähm – zach. Weswegen ich dann auch auf die Videoidee pfeif, um mir stattdessen selber leid zu tun.

Bravo! Was bin ich nur für Füchslein! Überholspur zweiter Vorname. Aber ich bin ja geeicht auf Hatschertes, ich bin sogar durchaus ein großer Fan davon. Ist etwas aalglatt, wird’s mir gleich suspekt. Wenn du von vornherein jeglichen Anspruch auf Idealtypisches einrext, ist das sehr hilfreich. „Wos waß i?“ taugt als Lebensmotto durchaus und mir persönlich ist das so viel sympathischer als der Versuch, einen Bauchladen an Lösungen feilzubieten. Am Menschsein ist nichts perfekt, nichts ideal. Vieles rennt eh gut – das reicht mir.

Ein bissl einen dezenten Bildschirmoverload scheinen wir übrigens auch alle zu verzeichnen, jedenfalls sind meine Live-Online-Yogaklassen gerade viel kleiner als noch vor zwei Wochen. Sagts, wollt’s ihr eh, dass ich weitermach? Für Juni hab ich jedenfalls vor, wöchentlich 2 Klassen zu streamen, nämlich montags um 18h (für Fortscheitende) und mittwochs um 20h (für alle Levels).

2 Kommentare zu “fulminante Geschichte des Scheiterns in mehreren Akten

  1. meinjeh sagt:

    Hallo Eva!
    Ich find das Online-Yoga super, aber meine Kinder gehen derzeit so spät und immer später ins Bett, dass ich es zuletzt schlicht nicht unterbrachte zeitlich.
    Jetzt beginnt auch hier wieder die Kita, vielleicht ändert sich dann auch was an deren Abendmüdigkeit 🙂
    Ich bin jedenfalls hoffnungsfroh, mal wieder dabei sein zu können, so lang du noch online Stunden gibst und geben magst.
    Viele Grüße
    Marika

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