sudern.

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23. Mai 2019 von evakarel

Bitte, ich möchte mich beschweren. Salzamt, Wettergott, wurscht. Jetzt ist es monatelang dahingeflutscht, dass ich nur so mit den Ohren geschlackert habe – Produktivität  quasi zweiter Vorname. Da schleicht sich ja gleich so eine latente Selbstzufriedenheit ein und du denkst dir: Ich bin schon ziemlich super.

Dann verregnet es den halberten Mai, korrigiere: den ganzen Mai, der Hund weckt dich 3x pro Nacht auf, weil er ein bissl einen verstimmten Magen hat und tags darauf ist die restliche Bagage der Neigungsgruppe Schabernack nicht im Atelier zugegen. Zack, und schon ist’s vorbei mit den Geniestreichen, du tümpelst herum, schiebst auf, tust dir selber leid, schaust miesepetrig aus dem Fenster und beobachtest, wie der Regen die Grätzloase einweicht. Die legt sich schon einen Saugreflex zu, Säugling nix dagegen. Du wolltest dir da bei Gelegenheit längst eine zünftige Ibiza-Bräune zugelegt haben – ganz nebenbei während des Arbeitens. Und jetzt waschelts aus Kübeln und niemand spendet dir Trost – da brauchst dich ja wirklich nicht wundern, oder? Ich mein, da ist der Grant doch angemessen, samma uns ehrlich?

Was schließe ich daraus: Wir brauchen eine Herde. Bzw. brauche ICH eine Herde. Gemeinsam, gar nicht unbedingt miteinander, aber NEBENeinander, geht es dermaßen viel leichter (für mich). Wenn Nadine im Illustrationskammerl zeichnet, stehen die Chancen, dass ich im Nebenzimmer brav meine Workshops vorbereite, exorbitant höher. Wenn ich unausgeschlafen und zwidert bin, und Lena schaut vom Laptop auf, legt das Kopferl schief, dreht Disco Partizani auf, schnappt mich und beginnt, Grimassen zu schneiden und wir hopsen deppert um den Hund herum – dann ist das tatsächlich unbezahlbar. Gerade weil ich selbständig arbeite ist mir bewusst, wie wenig all das auf meinem eigenen Mist alleine wächst. Ich frage nach, ich tausche mich aus, ich lehne mich an und deshalb bringe ich Dinge zam.

So, kann jetzt bitte der Frühsommer losgehen? Meine Zehen wären bereit für Flipflops, bittedanke. Die Bestellung möge bitte bis spätestens Mitte kommender Woche eintreffen, am Donnerstag machen wir nämlich ein Atelierfest und eröffnen unsere Grätzloase, unseren Schanigarten, der jetzt vor unserem Atelier Brutstätte in der Haslingergasse 12, 1170 Wien, steht. Dieses Platzerl steht allen offen, alle Vorbeikommenden dürfen sich hinsetzen. Am Do, 30. Mai schenken wir ab 16:30 Spritzer für die Großen aus und füttern die Kleinen mit lauwarmen Nudeln. Außerdem werfen wir die neu lukrierte Seifenblasenmaschine an. Schaut’s vorbei!

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