vom kreativen Werkeln

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9. April 2019 von evakarel

Taps ich heut Früh mit meiner wunderbaren Schlaftablette von einem Riesenhund aus dem Haus, mäander durch die frisch gemähte Wiese und inhalier den Schwall geschnittenen Grünzeugs. Wache im Lidlpark langsam auf, weil mir die rosa blühenden Bäume das morgendliche Hirn freiblasen, springt mich kurz darauf in der Rosensteingasse auf einmal die A. kreischend von hinten an, weil wir zwar ums Eck wohnen, uns aber nie sehn, es aber so schön ist, WENN wir uns sehn. Guten Morgen. Wir tun die Sonnenbrillen runter, damit wir uns standesgemäß anfunkeln können. Und dann funkeln wir uns standesgemäß an und umarmen uns 4x. Ich wart mit ihr bei der Bim-Station, bis sie Richtung Arbeit abzischt und trotte  mit meiner blonden Schlaftablette gemächlich weiter ins Atelier, wo N. schon die Fenster sperrangelweit aufgemacht hat und Big Thief uns ein Liedchen trällern. Wir kippen uns eine Kanne Espresso hinter die Binde, haun uns über meinen frisch lukrierten Spitzer ab.

Und? Was machst du heut?

Ich: Blogartikel austüfteln, Uni-Hausübungen korrigieren, handschriftliche Notizen fürs neue Buch abtippen.

N: Illustrationen fertigzeichnen, Visitenkartendesign ausbrüten. Los geht’s. Ateliermorgen Start, dh alle halten die Klappe und legen mit ihren jeweiligen Projekten los. Zum Einstieg in kreatives Werkeln ist irgendwas TUN ja gut. Nicht sitzen und denken. Lackiere mir also erstmal produktiverweise die Nägel kreischrot. Beneide N., deren Nagellackfarbe ernsthaft „Where the hell is my ferrari?“ heißt. Meine trägt den klingenden Namen „Nr. 801“. Ich überflieg meine Notizen, die ich im Alltag verteilt sammle – Post-it-Zettel, auf die ich beim Kochen Stichworte notiere und dann runterzupf und in meinen Kalender pick. Unterstrichene Passagen aus meinem Notizbuch, die mir Blog-relevant vorkommen. Es ist ja wirklich oft so, dass die Ideen nebenbei kommen. Und genau das ist der Moment, sie gschwind zu notieren, um später eine Handvoll oder einen Haufen Puzzleteile beisammen zu haben, auf Basis derer ein erster Rohtext, ein Workshopkonzept etc. entstehen kann. Weil ich mir das nicht hau ruck herauswürg, sondern eher im Vorbeigehen einsammle, als würden mir immer wieder ein paar Walderdbeeren am Wegrand ins Aug blitzen. Also bück ich mich, klaub sie auf und steck sie vorsichtig ein – für später.

So sind zum Beispiel auch meine Sprüche für die neuen Yogaflyer entstanden, für die wir diese Woche ein Fotoshooting anzetteln. Ich hab mir gedacht: Eigentlich mag ich vom Englischen weg. Weil letztes Mal hab ich ja Sprüche wie „Move your ass and your mind will follow“, „Yoga. Because punching people is frowned upon.“ und „It’s not about tightening your ass. It’s about pulling your head out of it.“ draufgeschrieben und ja, auch die hab ich sehr gern gehabt.

Aber diesmal mag ich eher was im Dialekt machen. Weil’s ja auch gut zu meinem Buchtitel „Om, Oida!“ passt. Wisst’s was ich draufschreiben werd? „Nur ned hudln.“ und „A Ruah is.“. Und dann möcht ich noch ein ganz verrenktes, gelecktes Instagram-Yoga-Foto nachstellen und draufschreiben „Zach.“. Und jetzt würde mich natürlich sehr interessieren, was ihr darüber denkt?

Es wäre aber komplett unkollegial, so zu tun, als wäre das immer alles ein Spaziergang – natürlich braucht’s auch eine große Ladung Disziplin und Durchbeißen, nona. Wenn du selbständig arbeitest, musst du beispielsweise auch die Buchhaltung erledigen. – Was ich übrigens letzte Woche erledigt und mittels Vorher-Nachher-Fotos dokumentiert hab. Es ist mir so dermaßen am Allerwertesten gegangen, aber ich hab mir Scheuklappen aufgesetzt, mich nicht gefragt, ob es mich denn gerade freut und bin innerhalb von zwei Tagen wie ein Pinzgauer Ross durchgepflügt. Zack, fertig.

Es gibt übrigens ein Podcast-Interview mit mir, von dem ich komplett vergessen hab, das ordentlich anzukündigen. Also voilà: Die wunderbare Caro Bürger vom Mindful Salon hat mir mir über das grundlegende Hatschertsein der menschlichen Existenz gesprochen und wie man trotzdem seines Lebens froh werden kann. Mit Yoga, mit Schreiben, mit Humor.

Übrigens gäb’s ab 24.4 mittwochs um 8:15 und donnerstags um 19h noch freie Platzerl in den Yogakursen, falls es euch freuert. Donnerstags zum absoluten Schnäppchenpreis, übrigens.

Schönen Frühling! Wiederschaun!

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