juchui, wir lieben die Schule…

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15. Januar 2017 von evakarel

volksschuleMan muss dazuschaun, dass man Humor bewahrt, sonst kann man sich ab Einschulung des ersten eigenen Kindes primär mit der Gußeisernen am Schädel hauen. Scherzerl. Tatsächlich steh ich eh drauf, meine Brut werktags im Stockdunklen aus der Hapfn zu hauen, ins Gewand zu motivieren, abzufüttern, zum Zähneputzen zu zwingen und rechtzeitig Richtung Volksschule und Kindergarten traben zu lassen. Auch bin ich hocherfreut, niemals in die Schule zitiert zu werden, weil das Söhnchen selbstverständlich höchst manierlich unterwegs ist – pflegeleicht Hilfsausdruck. Die Lernbegierde scheint ihm aus dem Allerwertesten. *hüstel*

Zur Aufpeppung des Wochenendes beschließt der Vierjährige heute, bei der letzten Runde Eislaufen ausgiebigst auf den Hinterkopf zu kleschen, die Augen überzudrehen und zügig zum Tiefschlaf überzugehen. – Kein Problem, mein Herz ist eh ein Fleischlaberl, das kann mir gar nix. Auf dem Weg ins AKH fetze ich mit meiner kleinen Kraxn den Schildern Unfall/Notfall hinterher, nicht kneissend, dass die nur für Ambulanzen gedacht sind – parke dann – weil in der Situation eh schon alles wurscht – einfach brettelbreit zwischen den Rettungsautos und stürme mit geschultertem Kind die Unfallambulanz. Offenbar habe ich entweder verzweifelt oder resolut genug gewirkt – jedenfalls staucht mich niemand zusammen, stattdessen schleicht irgendwann ein verschüchteter Zivi daher und fragt mich sehr devot, ob ich so lieb wär, ihm meinen Autoschlüssel zu geben, damit er die Kraxn umparken könnt, sie stünd halt leider den Rettungsautos im Weg.

Der Bub ist übrigens unbeschädigt, sagen die Röntgenbilder – ich bin eine sehr glückliche Glucke vor dem Herrn.

Oh, bevor ich es vergesse: Wie bringt man semi-interessierte Volksschüler zum Lesen? Zum Beispiel per selbst gebasteltem Fragebogen. Wer sich inspirieren lassen möchte – hier bitte, der Sohn war hingerissen:


Kreuze bitte an.

1. Welche Farbe haben deine Haare?

a.) rosa

b.) braun

c.) kariert

2. Wie riechen deine Füße gerade?

a.) Käse

b.) Kacki

c.) Seife

 

usw. usf., ich glaube, das Prinzip kommt rüber.

Legen Sie sich Kinder zu, meine Damen und Herren! Das ist tatsächlich genau so, wie es die Pampers-Werbungen darstellen. Vollumfängliche Glückseligkeit und alles. Wie sich die z.B. an Körperfunktionen erfreuen können! Einer steckt sich den Finger ins Ohr und jubiliert: „Guten Taaag, Professor Ohrenschmalz!!“, der nächste furzt hinten ins elektrische Badezimmeröferl, um damit olfaktorische Sinneserlebnisse in den Raum zu torpedieren und kollabiert dann vor Lachen, wenn ich – verzweifelte Röchelgeräusche mimend – den Scheintod antrete.

Wüssten meine Studis, wie mein Leben abseits des Hörsaals ausschaut, die würden das letzte Fitzelchen Respekt kübeln, samma uns ehrlich. Kann mir jetzt allerdings auch herzlich blunzen sein – immerhin hab ich gestern die letzte Prüfung des Semesters gehalten. Jetzt nur noch benoten und dann bis März Zeit um zu Schreiben, im Atelier herumzuhängen und an Projekten zu tüfteln und morgens ausgiebiger Pityparty zu feiern, weil’s gar so grauslich dunkel ist. Juhu!

Ein Kommentar zu “juchui, wir lieben die Schule…

  1. Johanna Vedral sagt:

    Danke, dass du mich immer wieder auf unvergleichliche Eva-Weise daran erinnerst, den Humor zu bewahren 🙂

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