Die 2. Pubertät

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26. Januar 2015 von evakarel

2. pubertätPauken und Trompeten, geschätzte Freundinnen und Freunde der Blasmusik. Ich bin wieder da. Vergangene Woche habe ich erstmals Prüfungen abgenommen und meine Studis ordentlich gezapft. Damit hab das intensivste Uni-Semester unterrichtenderweise überstanden, ich pack’s nicht! Chapeau!

Und noch etwas sei gesagt: Aus Überforderungs-, Einsamkeits- und Selbstzweifelsümpfen wie ich sie während des letzten Jahres trennungsbedingt zuweilen zu zelebrieren pflegte, ist nicht im Alleingang herauszuspazieren. Nein, konkret ist wie folgt vorzugehen:

1. Man spreche umgehend dem Alkohol zu, nein, nicht alleine, sondern in guter Gesellschaft.

2. Man bewege seinen geschätzten Hintern von der Couch, lasse die Bücherstapel Bücherstapel sein und nehme das Wiener Nachtleben wieder jenseits der ‚Ich bin Mutter und hab das längst hinter mir, bittedanke‘-Filter wahr.

3. Man überzeuge sich eingehend von der Existenz anderer Mütter Söhne und leite damit die Rehabilitation des maroden Selbstbilds in die Wege.

4. Man registriere, in welchem Ausmaß das einen umgebende Rudel aus g’scheiten, schwarzhumorigen und vor allem herzlichen Geschöpfen besteht.

5. Man krieche hernach um 5 Uhr früh zur engsten Freundin in die Hapfn, versumpfe den darauffolgenden Tag in trautester Gemeinsamkeit und flaniere abschließend nach Hause, um festzustellen, dass einem irgendwie wieder warm da drin ist.

6. Man stelle fest, de facto in einer privilegierten Situation gelandet zu sein, denn ja, Kleinkinder, doch nein, nicht 24/7, sondern mit Papawochenenden und damit quasi mit der Lizenz zum temporären Deppertsein. Und so plant man aktuell, die Schritte 1-4 alle zwei Wochen im Endlosloop zu wiederholen, so man nicht irgendwann der zweiten sich anbahnenden Pubertät entwachsen sollte.

7. Man arbeite weiterhin äußerst gern als Yogatante und pfeife dennoch auf etwaige mangelnde Reputation als abstinente, wissend nickende Halberleuchtete.

Schönen Tag rundherum!

3 Kommentare zu “Die 2. Pubertät

  1. TINE sagt:

    Sehr cool, kann ich alles nachvollziehen, weil ich in genau der gleichen Situation war.

    2. Pubertät mit 36 und nach anfänglichen Selbstzweifeln und dem ganzen Gedöns, die Vorteile des Getrenntlebens voll ausgekostet… weiterhin viel Erfolg!

    Liebe Grüße
    Tine

  2. stilhaeschen sagt:

    Oh, wie schön, sie ist wieder da und hat ein Rezept. Das klingt verdammtnochmal genau richtig. Weitermachen! 🙂

  3. julia sagt:

    als exalleinerziehende, denkopfunddengeistgernbewegende, irgendwo zwischen zweiter und dritter pubertät stehende mama nehme ich mir fest vor, einen yogakurs bei dir zu machen, wenn ich nicht mehr in spanien sondern wieder in 1170 lebe!

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