das Bällebad als psychotherapeutische Couch

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25. November 2014 von evakarel

Und nun zu den Nachrichten: Am Wochenende haben wir J.’s fünften Geburtstag gefeiert. Mein großes Söhnchen ist nun also fünf, ich folglich seit satten fünf Jahren Mutter, olé. Das rührt mich, das ist schön, der Boden schwankt. Mir ist nicht ganz klar, wie das alles allein zu schupfen sein wird, insbesondere an nebligen Novembernachmittagen um 16:30, zappenduster, kein Erwachsener in Sicht, die Kinder streiten, die Arbeit türmt sich. Aber gut, renn ich halt zur Therapeutin.

Jakobs 5. Geburtstag 2Trotzdem wollte ich J. gebührend feiern. Ich hab ihm einen Kuchen gebacken und diesen – nachdem diese Gfraster von Motten die Marzipanschmetterlinge zerfressen haben – mit Tuttifrutti dekoriert, was ihn und sein Brüderlein in spontane Glückseligkeit katapultierte. Kapazität, dann die Kinderhorden zu bespaßen, hatte ich allerdings keineswegs in petto. Umso besser, dass mir die sehr netten Leutchen von kinderpartys.at nachmittägliche Kinderbespaßung geschenkt haben – in Anbetracht meiner Weinerlichkeit eine super Sache. Die Kinder Jakobs 5. Geburtstag 4wurden bemalt, mit Schwungtüchern bezirzt und per Gitarre beglückt, während ich mit S. und D. im Bällebad lag und meinem emotionalen Abgrund in Form heftiger Ballattacken auf sämtliche umstehende Erwachsenen Luft machte, während ich tunlichst darauf achtete, lustig und maximal ein minimales Bisschen psychopathisch rüberzukommen. Ich habe auch mit Kindern geworfen, und zwar im Rahmen des Spieles ‚wir drehn im zwei-Minuten-Takt das Licht ab, dann schnappt uns die Verrückte, schultert uns und pfeffert uns in hohem Bogen ins Bällebad‘. Mein Bizeps tut immer noch weh, so viele Kinder habe ich geworfen.

AbgesJakobs 5. Geburtstag 3ehen vom spontanen Kinderwerfen habe ich ausschließlich die Torte angeschnitten und zwei Liedchen geträllert, ansonsten keinen Arsch gerührt. Ich kann die professionellen Kinderglücklichmacher also vollumfänglich empfehlen. Man kann sie zu Feiern aller Art einladen, ihnen die Brut zuschanzen und der fröhlichen Kinderschar dann fröhlich mit Schampus zuprosten, während man selbst ausnahmsweise mal nicht zuständig ist – nicht deppert, GAR nicht deppert, würd ich meinen.

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