Baby, es gibt Reis!

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21. April 2013 von evakarel

beide trinkenDa haben wir uns schon gebrüstet, den ganzen Winter nicht krank gewesen zu sein, schon habe ich zwei kränkelnde Kinder auf dem Schoß liegen. Sogar der Dreijährige nuckelt hustenbedingt an einem Salbeiteefläschchen und besteht darauf, wie sein kahlköpfiges Brüderchen umsorgt zu werden. Diese Glatze gibt uns ja Rätsel auf, schließlich ist das Konzept ‚Glatze‘ in unserer Familie bislang gänzlich unbekannt. Wir nehmen an, er gustiert noch, welche Haarfarbe ihm am schicksten stehen könnte und da er zwischen rot (Vater), dunkelbraun (ich) und dunkelblond (Bruder) wählen kann, ist die Entscheidung gar nicht so leicht. 

schouh mit kotzeUnser Baby speibt übrigens gern. Es kann das sehr gut, ja, kotzen, würde ich meinen, ist eine seiner Kernkompetenzen. Ich bin folglich ständig von einer zarten Milchkotzewolke umgeben. Die meiste Schmutzwäsche besteht aus meinem Gewand, weil mich der Zwerg ständig erwischt. Guten Morgen, zur Begrüßung wird mir nur mal kurz die Schulter angekotzt. Zack, jetzt ist die Hose dran. Respekt, gerade er hat mir über die Schulter die Sockenferse angespieben! Selbst auf meinem rechten Lieblingsschuh ist ein Fleck. Ich putze ihn nicht, es wäre völlig zwecklos. Wenn der Mann heimkommt und ich ihm das Baby in die Hand drücken möchte, verschwindet er kurz, um sich sein Stallgewand anzuziehen. Dann erscheint er eine Minute später in fleckigem Pulli und fleckiger Hose und nimmt sich des Spuckzwerges an.

Nun isst das Baby seit ein paar Wochen und ich naive Optimistin nahm an, die Spuckerei würde sich legen. Er speist mit mal mehr, mal weniger Begeisterung Reisbrei, den ich ihm 4 Stunden lang koche und püriere. Laut TCM soll das Zeug seine Magenschleimhaut zu Begeisterungsstürmen hinreißen. Das Baby sitzt also erwartungsvoll in der Wippe, ich serviere den Brei und singe: „Es gibt Reis, Baby, es gibt Reis!“. Er quittiert die Vorstellung mit zufriedenem Glucksen, grapscht während des Fütterns ständig nach der Breischüssel und/oder dem Löffel, katapultiert dabei die Hälfte des Breis quer durch die Küche, vertilgt Hälfte der restliche Hälfte schmatzend und sabbert die andere Hälfte wieder aus, es ist ein Fest. Der Kindsvater schnappt den frisch abgefüllten Babysohn und wird prompt mit einem Schwall markiert.

„Braucht da net grausen, kommt frisch von der Jausen.“ flöte ich trocken und sehr zufrieden, weil es endlich mal nicht mich getroffen hat.

Ein Kommentar zu “Baby, es gibt Reis!

  1. hahahahah…………kommt mir irgendwie bekannt vor zum trost. auch diesewr zustand kann sich noch steigern – warte auf den spinat lg Rumplsti8lzchen

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