Frühling, Fohlen, Abschleckwagen.

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10. April 2013 von evakarel

eselMit einem Wisch sind schon wieder fünf Tage seit meinem letzten Blogpost vergangen. Die Tage galoppieren offensichtlich wie junge Fohlen dem Frühling entgegen, während sie wilde Bocksprünge vollführen.

Habt ihr schon einmal Pferde außer Rand und Band beobachtet? Wenn man das Pferd meines Onkels auf die Weide ließ, stob es wie vom wilden Schwein gebissen davon, schlug Haken und furzte bei Bocksprügen hie und da geradezu außerordentlich laut. Jedes Mal blieb es erstaunt vom eigenen Furz abrupt stehen, um sich gründlich zu wundern. Hätte es die Stirn runzeln können, ich schwöre, es hätte sie ordentlich in Falten gelegt. Dieses Geschöpf fiel sogar regelmäßig auf die Pappn, weil es im darauf folgenden gestreckten Schweinsgalopp vor Freude die Kurve nicht kriegte.

So in etwa gehts mir zwischenzeitlich, wenn ich bedeutungsschwanger die Winterjacke am Haken lasse. Ich würdige sie dezidiert keines Blickes und rümpfe nur verächtlich die Nase, während ich feierlich in meine Frühlingsjacke schlüpfe, rausgehe und tatsächlich warme Luft auf meiner Haut spüre. Ich ermahne Sohn 1 ja regelmäßig, wenn er durch die Straßen kreischt, was die kleinen Lungen hergeben, doch im Grunde? Im Grunde würd ich’s ihm gern gleich tun. Der Frühling ist da, juhuuuu!

Auch die Söhnchen sind bester Laune. In der Küche hantierend höre ich sie im Wohnzimmer herumwerkeln. Kurz darauf erscheint der Dreijährige in der Küche, den Babybruder zieht er auf einer Decke liegend hinter sich her. „Aus dem Weg, hier kommt der Abschleckwaaagen!“ Er schleppt ihn einmal rund um den Küchentisch, der Babysohn kann sich nicht ganz entscheiden, ob er nun begeistert ist, oder sich doch fürchten sollte. „Oh, Telefon!“ Der Dreijährige stoppt, kniet sich auf die Decke, hält sich einen Babyfuß ans Ohr und zieht ein Business-Gesicht. „Hallo? Jo griaß di! Jo, i hob a neichs Handy!“ Der Babysohn beobachtet das Schauspiel mit gerunzelter Stirn, sein Bruder knabbert während des Fußtelefonats zwischendurch an seinen Zehen, der Kleine ist entzückt.

Zwar schlage ich weder Haken, noch furze ich bockspringend, allerdings würde ich vor lauter Energie gerne vier Artikel zu circa sieben verschiedenen Themen gleichzeitig schreiben, was einer astreinen Selbstsabotage gleichkommt. Ich bin viel zu aufgekratzt, um mich für ein Thema zu entscheiden. Ich habe einen angefangenen Artikel zum Thema Yoga versus Gymnastik, seitenweise Notizen über Aktionen, die meine Kinder wieder mal geliefert haben. Ich habe sogar einen angefangenen Artikel, der den Arbeitstitel ‚Miss Waikiki und das Schönheitsideal‘ trägt.

Den Genossenschaftsbeitrag sollte ich auch überweisen, schließlich haben wir gerade vor einer Stunde den Mietvertrag für unsere putzige, kleine, sonnendurchflutete Dachgeschoßwohnung (hüpf!) unterschrieben. Oh, und ein Erinnerungsmail sollte ich auch ausschicken, mein donnerstäglicher Yogakurs geht nämlich morgen nach der Osterpause wieder los.

Also: Wo fang ich an? Ach, was weiß ich. Ich glaub, ich geh einfach wieder raus und halte meine Nase in die warme Luft, tschüß!

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