Ich fühl mich wie ein Fleischlaberl.

Hinterlasse einen Kommentar

27. Februar 2013 von evakarel

füßeDie Nächte sind gerade unterm Hund. Ich stille alle ein bis eineinhalb Stunden, am Morgen fühl ich mich wie ein Fleischlaberl. Als Sohn 1 heute im Morgengrauen die Party für eröffnet erklärt, gebe ich daher ein sehr unwilliges Grunzen von mir. Ich liebe die beiden wirklich aber dieser Schlafmangel macht auf Dauer deppert.

Glücklicherweise ist der Mann an meiner Seite über die Abstufungen unwilliger Grunzgeräusche meinerseits informiert und beeilt sich daher, die Brut aus dem Bett zu entfernen. Ich begebe mich sofort zurück ins Traumland.

Der Mann übernimmt die Frühschicht, füttert Sohn 1, liefert ihn im Kindergarten ab und bespaßt Sohn 2 so lange, bis dieser deutlichen Hunger signalisiert. Dann bringt er mir den Babysohn auf Zehenspitzen ans Bett und erkundigt sich höflich, ob „die Königin der Nacht eventuell geneigt wäre, den Babysohn glücklich zu machen“. Da er mir die Aufgabe so verkauft, als hätte ich eine Wahl, nicke ich gnädig, docke das Häufchen an und schlafe sofort wieder weiter. Sohn 2 ist kooperativ gestimmt und schlummert tatsächlich mit. Um 11:07 erwache ich, weil mir das Baby begeistert seine Zehen ins Gesicht stupst.

11:07!!! Meine Laune katapultiert sich ob des ungewohnt ausgeschlafenen Gefühls spontan und ungebremst auf 180. Sofort muss ich den Babysohn ordentlich durchkuscheln. Ich grabe mein Gesicht in seinen Bauch und veranstalte ein riesen Tohuwabohu, er ringt um Luft vor Lachen. Sehr zufrieden entklettern wir sodann dem Hochbett und finden den Kindsvater lernend am Küchentisch vor. „Wir loben und wir preisen dich!“ rufe ich ihm entgegen. Er reißt als Antwort grinsend die Hand in Supermanmanier in die Luft.

Der Babysohn ist übrigens bewegungsaktiv. Sehr bewegungsaktiv. So bewegungsaktiv, dass er es hinbekommt, sich seiner (gut sitzenden) Pyjamahose zu entledigen, indem er wie ein Berserker in Rückenlage strampelt, dann die Babyfersen in die Matratze stemmt, dabei den Windelhintern in die Luft katapultiert, begeistert quietscht und das Prozedere dann im Endlosloop wiederholt. Ist die Pyjamahose abgestrampelt, seufzt er sehr selbstzufrieden und rupft uns interessiert an der Nase.

Wie gesagt: Können wir bitte noch zehn bekommen? Bitte?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: