wann kommt endlich der Frühling? und warum?

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11. Februar 2013 von evakarel

Dew on Green GrassVorsicht, ich bin grantig. Nennen wir das Kind beim Namen: Es ist ziemlich zach im Moment. Erstens fühle ich mich eher als Krankenschwester statt als Mutter.

Punkt zwei: Es ist kalt. ARSCHkalt um genau zu sein. Ich finde das unerfreulich und auch Sohn 1 ist dieser Tatsache nicht gewogen.

„Mama, der Schnee soll aber nicht aus dem Himmel fallen, ich will baden gehen.“

„Ich auch, Puppi.“

„Warum denn?“

„Weil mir kalt ist.“

„Warum denn?“

„Es ist Winter.“

„Warum denn?“

„Weil der Sommer und der Herbst vorbei sind und jetzt Winter. Bald kommt der Frühling und dann wird es wieder wärmer.“

„WARU-HUUUM DENN?!?!?!“

Womit wir bei drittens wären: Seit etwa fünf Tagen befinden wir uns live in der Warum-Phase. Jede Äußerung meinerseits entlockt dem Söhnchen weit aufgerissene, erstaunte Augen, einen verdutzt offen stehenden Mund und zieht siebzehn Warum-Fragen nach sich – es ist äußerst entspannend.

Ich will’s ihm nicht verdenken, es gibt ja viel in Erfahrung zu bringen. Allein schon die Herausforderung, richtig sprechen zu lernen! Bis man flott aus dem Handgelenk herumkonjugiert ist’s ein steiniger Weg. Damit wären wir beim positiveren Part dieses Jammer-Postings angelangt: Als wir vom Rodeln heim marschieren, bewirft uns Sohn 1 mit Schneebällen. Ich laufe ihm davon: „Schieß doch, du erwischst mich nicht!“ Der Schneeball fliegt in meine Richtung. „Mama, ich hab dich abgeschissen!“ Der Mann und ich legen uns kurz vor Lachen in den Schneematsch.

Als ich dann abends ins Hochbett klettere ist der Babysohn gerade dabei, hungrig aufzuwachen. Da statt mir das Gesicht von Sohn 1 neben ihm liegt, sucht er mit seinen Lippen die Stirn des Bruders ab. „Irgendwie auch weich und warm, aber wo ist der verflixte Nippel hin?“ Er schmatzt laut, nuckelt probeweise oberhalb der brüderlichen linken Augenbraue. Sohn 1 murrt unwillig im Schlaf und zieht Grimassen, von denen sich Sohn 2 jedoch keineswegs beirren lässt. Sein erklärtes Ziel ist ein Mitternachtssnack Milch und zwar ein bisschen plötzlich!

Ich sortiere vorsichtig Ärmchen und Beinchen auseinander, rücke Sohn 1 etwas zur Seite und kuschle mich zwischen die Rasselbande. Sohn 2 lässt ein zufriedenes Schmatzen hören, wir schlafen selig ein. Irgendwie ist vielleicht doch alles nicht so schlimm.

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